Jak na věc


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Reformation. Erbe und Verpflichtung

    Die EKBB ist klein, aber sie lebt und engagiert sich, versucht, in der säkularen Gesellschaft das Evangelium zu verkündigen und zu leben. Es gibt viele Gemeinden, die sehr lebendig sind und zuversichtlich in die Zukunft schauen, auch wenn sie in bescheidenen Verhältnissen leben. Es kommen neue Leute dazu, Jugendliche, junge Familien, auch Ältere. Sie lassen sich taufen und machen aktiv mit in der Gemeinde. Freilich gibt es auch Gemeinden, die immer kleiner werden und nach menschlichem Ermessen keine Zukunft mehr haben. Sie werden sich in den nächsten Jahren mit größeren Gemeinden zusammenschließen, um so nicht ganz aufzuhören.
    Dass dies nicht der Anfang der Reformation überhaupt war, das ist uns in Böhmen, in Prag, besonders bewusst. Wissen wir doch von der christlichen Reformbewegung, die sich seit den 60er Jahren des 14. Jahrhunderts hier in Böhmen entwickelt hat. Dass gerade auch die Kirche St. Martin in der Mauer, in der sich die deutsch-sprachige evangelische Gemeinde in Prag jeden Sonntag zum Gottesdienst versammelt, einer der Schauplätze dieser Reformbewegung war, regt ganz besonders dazu an, sich mit der böhmischen Reformation zu beschäftigen. Die Forderung nach der Feier des Abendmahls unter beiderlei Gestalt ist mit St. Martin in der Mauer verbunden, wurde doch gerade hier das Abendmahl mit Brot und Wein für alle im Oktober 1414 gefeiert. Neben den bekanntesten Reformatoren in Prag, Jan Hus und sein Freund Hieronymus von Prag, gibt es noch viele andere Vertreter der böhmischen Reformation, wie zum Beispiel Militsch von Kremsier, dem die Feier des Abendmahls mit Brot und Wein besonders wichtig war.


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